„Mehr Content als Hirn“ – Review SMWHH 2019

„STORIES – With Great Influence Comes Great Responsibility“ – das war das Motto der Social Media Week in Hamburg, die Ende Februar in Altona stattfand. Dem Motto entsprechend ging es in einigen Vorträgen und Diskussionen um die Verantwortung, die Unternehmen in Bezug auf Fake News und Datenmissbrauch haben. Oder zumindest haben sollten. Und es ging natürlich um Stories, sowohl auf Instagram als auch um Storytelling „itself“.

Von Fake News und Vertrauen

63 Prozent der Deutschen haben Angst vor den sozialen Medien als eine Art politische oder gesellschaftliche Waffe. Dieses Befragungsergebnis teilte ein Kommunikationsexperte von Edelman mit dem #SMWHH-Publikum. Trotzdem nehmen die User-Zahlen und Nutzungszeiten insbesondere bei Instagram weiterhin zu. Laut Edelman Trust Barometer von Anfang 2019 sehen User vor allem Unternehmen in der Verantwortung, ihren Einfluss zu nutzen, um aktiv gegen Fake News und Datenmissbrauch vorzugehen. 

Content, der begeistert

„Es gibt heute viel mehr Content als Hirn!“ Treffender als mit dieser Aussage von Svenja Teichmann (crowdmedia Agentur) lässt sich die aktuelle Social Media Landschaft kaum beschreiben. Natürlich darf es auch mal ein spontaner Post „out of the box“ sein, aber grundsätzlich sollten Unternehmen vorher eine Strategie festgelegen, bevor wild gepostet wird. Dabei gibt es drei verschiedene Arten von Content, die möglichst gemixt werden sollten:

  • HELP Content: Der User oder Follower hat eine Frage, das Unternehmen liefert eine Antwort. Beliebtester HELP Content sind nach wie vor „How to…“-Videos und -Posts.
  • HUB Content: Wenn Unternehmen sich eine Community aufgebaut haben, kehrt diese immer wieder auf das Profil zurück, um sich zu informieren oder unterhalten zu lassen. Dazu gehören Formate wie ein regelmäßiger Wochenrückblick.
  • HERO Content: Jeder browst oder swipet gern in seinen üblichen Kanälen herum – sei es aus Langeweile oder auf der Suche nach Inspiration. Für klassischen high-budget HERO Content ist vor allem Red Bull bekannt, die Extremsportler bei ausgefallenen Selbstversuchen mit der Kamera begleiten. Aber auch spontane Aktionen können für viel Aufmerksamkeit sorgen, wie das Beispiel „Snowboarding New York City“ von YouTuber Casey Neistat zeigt.

Die beliebtesten Formate, die sich auch besonders gut für die Instagram-Stories eignen, sind Fragen oder Abstimmungen mit dem Umfragesticker. Auch gerne geklickt werden Gewinnspiele, „Vier Fragen an…“ oder Challenges wie „this or that“.

Die werden es ja wissen

Wer eignet sich eigentlich als Markenbotschafter? Arbeitnehmern wird nach Kunden und Experten am meisten Vertrauen entgegengebracht. Frei nach dem Motto: „Wenn die da arbeiten, werden sie es ja wissen.“ Dieses Arbeitnehmer-Vertrauen können Unternehmen für ihre Kommunikation nutzen, indem sie beispielsweise ihre Mitarbeiter auf den gängigen Kanälen vorstellen oder Einblicke in den Arbeitsalltag bieten.

Wir fassen zusammen

Denglisch ist aus der Social Media World nicht mehr wegzudenken – annoying aber leider true. Wenn sich dieser Fact ignorieren lässt, bietet die Social Media Week nicht nur für Branchenexperten eine gute Plattform, um sich von neuen Trends inspirieren zu lassen. Außerdem bietet das Event eine gute Gelegenheit, das eigene Vorgehen zu reflektieren und sein Netzwerk auszubauen. Wer konkrete Probleme oder Herausforderungen diskutieren möchte, sollte sich das Premium-Ticket kaufen, um an den exklusiveren Workshops teilzunehmen. Die Vorträge im Standard-Programm bieten nur begrenzte Möglichkeiten, sich auszutauschen und zu diskutieren. Zwischen den Vorträgen sind die Speeker allerdings auch offen für konkretere Nachfragen.

Wir sind excited auf next year!

Nina Müller

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