Kampf gegen die Maschinen

Löst künstliche Intelligenz Fachkräfte im Marketing ab?

 

artificial-intelligence-2228610 - Quelle: pixabay - CC0

„Können wir Ihnen weiterhelfen?“ – Vermutlich ist jeder schon einmal auf einer Webseite mit einem Chatfenster und diesen Worten begrüßt worden. Genau in solchen Momenten trifft der Nutzer auf sogenannte „künstliche Intelligenz“, kurz KI. Technische Systeme übernehmen inzwischen grundlegende Kommunikationsarbeiten in Unternehmen. Die ersten Versuche, in denen KI-Systeme Marketingstrategien anhand von vergangenen Werbemaßnahmen erzeugen, laufen bereits.  Doch wo liegen die Grenzen dieser Technologie? Kann künstliche Intelligenz im direkten Vergleich vielleicht sogar eine kreative Arbeitskraft ersetzen und somit eine kostengünstige Alternative für PR & Marketing-Angebote darstellen?

Was bedeutet eigentlich KI?

Der Begriff der künstlichen Intelligenz beschreibt technische Algorithmen, die kognitive Fähigkeiten, die eigentlich nur den Menschen vorbehalten sind, nachbilden können. Um dies zu ermöglichen, analysieren die Systeme gesammelte Nutzerdaten. Die Ergebnisse dienen anschließend zur Weiterentwicklung der Software. KI-Programme sind schon jetzt dazu in der Lage, Sprache zu erkennen und Schlussfolgerungen aus unvollständigen Informationen zu generieren. Ein Beispiel hierfür sind Sprachassistenten, wie Alexa, Siri oder auch Cortana.

Chatbots als Ansprechpartner

In der Kundenkommunikation tritt künstliche Intelligenz vorrangig in Form von sogenannten Chatbots auf. Diese virtuellen Kommunikationsroboter reagieren schnell auf Kundenanfragen, indem sie die Nachrichten nach Schlüsselwörtern durchsuchen und dann eine passende Antwort aus der Datenbank wählen. Die Algorithmen der Chatroboter lernen aber auch aus den gestellten Fragen und erweitern dadurch ihr künstliches Wissen. Dieser Prozess optimiert das Vorgehen und den Service der Chatbots.

Zudem werten KI-Systeme in kurzer Zeit große Datensätze aus – viel schneller als es ein Mitarbeiter aus Fleisch und Blut je könnte. Mithilfe der Ergebnisse bilden sie verschiedene Nutzergruppen. Unternehmen haben so die Möglichkeit, Verbraucher mit ähnlichen Nutzungsmustern, Interessen oder Merkmalen mit angepassten Werbeinhalten anzusprechen. So steigt die Effizienz der Werbemaßnahmen deutlich. Wahrscheinlich ist, dass die technischen Systeme aufgrund der ständigen Anhäufung neuer Daten und fortlaufenden Entwicklung bereits in wenigen Jahren  Webseiten für jeden einzelnen Nutzer individuell anpassen und anzeigen können.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Kreativbranche?

Der Fortschritt der künstlichen Intelligenz mag einschüchternd klingen, jedoch kommen technische Systeme vor allem an ihre Grenzen, wenn es um Kundennähe geht. Bei komplexen Fragen oder speziellen Einzelanliegen können die Bots keine vorgefertigten Antworten in ihrer Datenbank finden und ein herkömmlicher Mitarbeiter übernimmt die Kundenberatung. Viele Kunden legen Wert auf solch eine persönliche und individuelle Betreuung, die eine technische Software nicht bieten kann. In Zukunft ist es durchaus möglich und wünschenswert, dass KI-Programme den kreativen Köpfen bei der Ausarbeitung von Marketingstrategien behilflich sind und durch Einbezug der analysierten Nutzerdaten die Erfolgschancen steigern.  Aber die Kernkompetenzen, die in der Marketingbranche unverzichtbar sind – Emotionen, Empathie, Authentizität oder Ideenreichtum – kann die Technik trotz all des Fortschritts nicht so leicht erlernen. Denn wie soll ein Programm, das ein Marketingkonzept auf Basis von vorherigen Werbemaßnahmen entwickelt, eine innovative und originelle Idee vorweisen? Das kreative Denken eines ideenreichen Menschen lässt sich einer Maschine nicht einverleiben, sodass die Kerndisziplin des Marketings auch weiterhin in den Händen der Kreativschaffenden liegt.

 

[Kyra Behrens]

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