Mit Hackathons zum besseren Image

 

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Innovative Softwares, Apps und Konzepte: Am Ende eines Hackathons stellen die Teilnehmer ihre Resultate vor. Diese sind zwar häufig aus einem zentralen Problem entstanden, dennoch sind die Ergebnisse sehr vielfältig. Viele Firmen nutzen Hackathons bereits zur Lösung betriebsinterner Probleme. Etwa, wenn eine App oder Software noch Defizite aufweist und die Benutzerfreundlichkeit verbessert werden soll. Je mehr Köpfe an einer Problemlösung arbeiten, desto wahrscheinlicher der Erfolg – so die Theorie. Inzwischen wird dieser Vorteil von Hackathons auch für andere Zwecke genutzt. Es geht nicht mehr nur um Unternehmensangelegenheiten, sondern ebenso um das Lösen gesellschaftlicher Probleme. Auch von einem Hackathon dieser Art profitieren Firmen.

Microsoft organisierte Anfang des Monats zum zweiten Mal in Kooperation mit Aktion Mensch einen Hackathon, der neue Anwendungen und Innovationen für mehr Inklusion und Teilhabe als Ziel hatte. Mithilfe von technischen Entwicklungen seinen Teil zu Barrierefreiheit beitragen, um behinderten Menschen den Alltag zu erleichtern – ein Ziel, das nicht in erster Linie Microsoft dienen sollte. Ein weiteres Beispiel ist die Organisation Climate-KIC, die seit drei Jahren „Climathons“  veranstaltet. Die Absicht hinter diesen Hackathons ist das Lösen lokaler Klimaprobleme. Auf der ganzen Welt melden sich Städte an, die am selben Tag zur selben Zeit einen Hackmarathon starten. Auch einen Refugee-Hackathon gab es im Jahr 2015, welcher am Höhepunkt der Krise zur Entwicklung gemeinnütziger Projekte führte. Entworfen wurden Sprachprogramme, Hilfen für die Freiwilligenarbeit und ein Programm, das Flüchtlingen eine Übersicht der Anlaufstellen und überlaufenen Kommunen geben sollte.

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Viele Köche verderben den Brei, heißt es. Bei Hackathons ist es das Gegenteil, das sie so erfolgreich macht: Das Mobilisieren vieler verschiedener Menschen, Gedanken und Kompetenzen. In „Die Weisheit der Vielen“ stellte James Surowiecki schon 2004 fest, dass die Arbeit in Gruppen der effektivste Weg der Problemlösung ist. Und der Profit für das Unternehmen bei gemeinnützigen Hackathons? Zwar bringen die Ergebnisse eines solchen Projekts der Firma nicht allzu viel. Als Sponsor oder als Veranstalter dahinter zu stehen, fördert aber das Image. Gerade für große Firmen wie Microsoft, die für Millardenumsätze im Jahr bekannt sind, bietet die Kooperation mit einer gemeinnützigen Organisation nur Vorteile. Denn im Rahmen des Hackathons nicht die kommerziellen Aspekte in den Vordergrund zu stellen, sendet eine positive Botschaft an die Öffentlichkeit. Dem Unternehmen und dessen Mitarbeitern bringt ein solcher Hackathon außerdem neue Impulse. Sie knüpfen Kontakte und lernen andere Branchen kennen.

                                                                            (von Maren Schwartz)

 

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