Müllst du noch oder räumst du schon? Aktionstag “Bremen räumt auf”

Die ganze Stadt ist im Aufräumrausch – die Umweltinitiative „Bremen räumt auf“ startet dieses Wochenende in die 17. Runde. An zwei Tagen soll fleißig Müll gesammelt werden, der den Anblick unserer schönen Hansestadt verschlechtert und vor allem der Umwelt schadet.

Ach, du schönes Bremen

Bei sonnigem Wetter die Schlachte entlang spazieren, auf den Stufen ein kühles Getränk genießen und der Plastiktüte im leichten Wind zuschauen. Moment mal, was? Wo kommt der ganze Müll her?
Dabei tut die Stadtreinigung schon einiges, um Bremen weiterhin ansehnlich zu halten. Knapp 600 Mitarbeiter sammeln jährlich rund 200.000 Tonnen Müll. 200.000 Tonnen, ist das viel? Ja, ist es! Das entspricht dem Gewicht von 46.000 Elefanten oder dem der gesamten Bevölkerung Berlins. Zusätzlich zur Straßenreinigung und der Müllabfuhr gibt es in Bremen insgesamt 16 Recycling-Stationen, 275 öffentliche Containerstandplätze und 3.350 Abfallbehälter im öffentlichen Raum. Problem nur: Der Faktor Mensch.

Der Norden räumt auf

Bremen ist mit seiner Aktion Teil der Umweltinitiative „Der Norden räumt auf“, welche acht weitere Städte aktiv unterstützen. 2018 haben die 160.000 Helfer 410 Tonnen Müll in ihren Städten gesammelt. In Bremen allein waren es rund 25 Tonnen, was der Füllmenge von drei Müllwagen entspricht. Um an dieses starke Signal anzuknüpfen, findet morgen in allen neun Städten gleichzeitig ein weiterer Aufräumtag statt. Obendrein startet der „Tag des Gewässerschutzes“, welcher auf die Verschmutzung der Weser aufmerksam macht. Jährlich landen circa 10 Millionen Tonnen Müll im Meer, 80 Prozent davon werden durch die Flüsse oder den Wind dorthin befördert. Auch die Weser schwemmt zunehmend Müll in die Nordsee.
Als Dankeschön lädt die Initiative alle Teilnehmer am 18. Mai zu einem Aktionsnachmittag ein. Neben einer bunten Spielmanege für die Kinder, gibt es ein spannendes Programm auf der Bühne. Damit für alles gesorgt ist stellt die Initiative kleine Snacks und kostenlose BSAG-Tickets für diesen Tag zur Verfügung.

Wir schnappen uns den Beutel

Heute haben auch wir von DENKBAR die Erfahrung mit dem Müll gemacht. Nach der Anmeldung konnten wir uns Säcke und Handschuhe an der Recycling-Station abholen und los ging’s. Neben dem typischen Müll den wohl jeder erwarten würde, fanden wir auch so einige Kuriositäten. Passend zum Namen unseres Kreativzentrums der „Alten Schnapsfabrik“ hat sich wohl der ein oder andere aus der Umgebung einen Schnaps gegönnt und ihn als Präsent an uns liegen lassen. Danke dafür. Das Highlight schlechthin war allerdings das echte Kaninchenfell, was gleich in doppelter Ausführung am Straßenrand lag. Es lohnt sich also mal genauer hinzuschauen, was die Nachbarn so wegschmeißen.

Was kann ich tun?

Mitmachen! Genauer auf die Verschmutzung der eigenen Stadt und Umgebung zu achten, ist wirklich eine Erfahrung wert. Und wer zu viel Angst davor hat sich schmutzig zu machen oder eine andere Ausrede findet, kann auf jeden Fall in seinem Alltag nachhaltiger und umweltbewusster handeln. Snack-Boxen und Coffee-to-go-Becher sind ein Großteil des Mülls, der an den Straßenrändern zu finden ist. Also: Einfach mal eine Brotdose von zu Hause mit zum Bäcker oder einen Mehrweg-Becher mit zum nächsten Coffeeshop nehmen. Ja, ja, ich weiß – es ist super fancy und gibt eine ach so tolle Insta-Story her, irgendwo mit seinem Starbucks-Becher umher zu stolzieren. Aber ist es nicht viel fancyer zu wissen, dass man nicht in seinem nächsten Badeurlaub den eigenen Pappbecher im Meer wiedertreffen wird? Ich denke schon! Sowieso sollte auf Einweg-Produkte verzichtet, statt Plastiktüten der gute Jutebeutel herausgeholt und PETs durch Glasflaschen ersetzt werden. Und was tun mit alten Klamotten oder Möbeln? Pimp‘s auf, mach‘ was Neues draus oder verkauf‘ sie – irgendwo freut sich sicher jemand darüber.

Also: Auf die Müllbeutel, fertig, los!

Joline Borgfeldt

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