Raus aus der Musik-Schleife: Neue Musik im Netz entdecken

(pixabay – creative commons CC0)

Spotify, Deezer, Soundcloud: Der Zugang zu Musik war noch nie so vielfältig wie heute. Online-Musikplattformen machen es so einfach wie noch nie, jeder Zeit Musik zu hören und neue Songs zu entdecken. Viele Streaming-Dienste schlagen Musik vor, die sich am Musikgeschmack der Nutzer orientiert. Denn Spotify & Co. arbeiten nach Algorithmen, die abgespielte Lieder erfassen und anhand dieser weitere Interpreten und Songs vorschlagen.

Mir selbst gefallen verschiedene Musikgenres, wie Afrobeat, Latin, Pop und Rock. Doch mein Musikgeschmack ändert sich je nach Situation. Höre ich zum Beispiel eine Zeit lang Ciara oder Chris Brown wird mir danach nur noch ähnliche Musik vorgeschlagen. Auf wechselnde Stimmung wird dabei kaum Rücksicht genommen. Die Gefahr ist groß, in eine „Musik-Schleife“ zu geraten und es wird schwer, über den Tellerrand zu „hören“ und neue Musikrichtungen oder unbekannte Künstler zu entdecken. Die Frage ist also: Gibt es Plattformen, die dem Nutzer überhaupt noch das volle Musikangebot zur Verfügung stellen?

Wo gestreamt wird

Der meist genutzte Streaming-Dienst im deutschen Raum ist aktuell Spotify. Der Online-Dienst bietet über 350 Millionen Musiktitel. Nutzer haben die Möglichkeit, Lieder als Favoriten und in Playlists einzuarbeiten. Funktionen wie „Dein Mix der Woche“, empfehlen zudem regelmäßig Musiktitel, die den Nutzern gefallen könnten. Sehr ähnliche Funktionen besitzen auch Dienste wie Deezer, Amazon Music und Apple Music. Spotify schaltet in der kostenfreien Version regelmäßig Werbung, was mitunter stören kann. Zudem kooperieren viele großen Firmen wie Vodafone und Disney mit dem Streaming-Dienst. Dadurch wird die Rubrik „Die beliebtesten Playlists“ hauptsächlich von großen Musiklabels betrieben. Das kommerzielle Interesse bei der Musikwahl steht somit im Vordergrund.

Etwas anders arbeitet SoundCloud. Der Online-Musikdienst gibt Nutzern die Möglichkeit, Musik selber zu veröffentlichen sowie Titel hoch- und runterzuladen. Der Vorteil hier: Neben bekannten Künstlern finden sich hier auch zahlreiche kleine Interpreten und Labels. Die Künstler bekommen in der Regel kein Geld von SoundCloud. Dafür haben aber unbekannte Musiker eine Plattform, auf der sie ihre Musik vorstellen und mit ihren eigenen Social Media-Kanälen verbinden können. Ein großes Plus ist, dass so auch lokale DJs oder Sänger leichter zu entdecken sind.

Neben den Musikdienst-Titanen, höre ich auch gerne Web-Radios wie DefJay oder die Genre-bezogenen Sender auf iTunes. Auch Web-Radios sind oftmals auf persönliche Geschmäcker zugeschnitten. Nutzer sind hier jedoch nicht auf nationale oder lokale Radiosender beschränkt, sondern können beispielsweise auch in die Charts von Portugal oder Japan reinhören.

Raus aus der Falle – Neue Musik entdecken

Der beste Weg, neue Musik zu entdecken, besteht darin, das eigene Streaming-Verhalten ab und zu zu verändern: Mehr als einen Dienst zu nutzen, macht bereits den Unterschied! Wer aber keine Lust hat, mehrere Plattformen zu verwenden, sollte sich an die folgenden Tipps halten:

Beobachtet was Freunde hören. Bei Spotify gibt es beispielsweise die Möglichkeit, Freunde hinzuzufügen. Die PC-Version zeigt, was diese im Moment hören oder als letztes gehört haben.

Gebt beliebige Wörter in das Suchfeld ein und hört in die Musik rein, die daraufhin vorgeschlagen wird.

Durchsucht die Neuerscheinungen! Manchmal sind neue und noch nicht so bekannte Künstler dabei, die gefallen könnten.

Mein Fazit: Die Musik-Schleife muss nicht sein. Mit ein bisschen Aufwand kann ich den Mainstream-Empfehlungen der Musikriesen umgehen und kann meine Playlists für mich sinnvoll ergänzen.

[Laura von Asseburg]

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