Covid-19 und der Weihnachtsmann: Eine Kommunikationskrise bahnt sich an

Es ist traurig, aber die aktuellen Entwicklungen lassen es wohl nicht zu, dass der Weihnachtsmann persönlich die Geschenke bringt. Für viele Eltern geht damit eine liebgewonnene Tradition zu Ende: Einen Weihnachtsmann zum Fest zu buchen. Ein tolles Erlebnis für alle. Kinder tragen mit großen Augen und einigem Respekt dem „echten“ Weihnachtsmann ein Gedicht vor, bevor es zur heiß ersehnten Bescherung kommt. Und was der Weihnachtsmann so alles weiß. Du hast in diesem Jahr das Seepferdchen geschafft, deine Eltern sind so stolz auf Dich. Natürlich sind die Kleinen viel zu abgelenkt, um hinter die Kulisse zu blicken. Denn dann würden sie einen oftmals durchgeschwitzten Studenten, immer darauf bedacht Bart und Kapuze zu sortieren, entdecken. Oder sie würden sich fragen: Wo ist die Brille geblieben, die der Weihnachtsmann im Jahr davor trug?

Aber darum geht es auch nicht. Wichtig ist die Story dahinter. Und die lautet so: Geschenke sind ein Ausdruck von Wertschätzung und Nächstenliebe und der Zauber einer märchenhaften Gestalt, die Gutes tut, macht dies erlebbar. Alle, die es total übertreiben, seien an dieser Stelle ausgeklammert. Und da liegt auch das Problem: Ist es wirklich möglich, dass eine Märchenfigur krank wird? Aus Kinderaugen betrachtet sicherlich nicht. Wer durch Schornsteine rutscht, mit Rentieren durch die Wolken fliegt und auf der ganzen Welt in nur einer Nacht sein kann, erkrankt nicht an Corona und steckt auch niemanden an. Sollte es anders sein, ist er vielleicht doch nur ein Mensch. Dann könnten die Geschichten aus dem Kindergarten und der Grundschule wahr sein: Es handelt sich um ein arrangiertes Schauspiel durch die Eltern. Jetzt sind alle Eltern im Vorteil, die von Jahr zu Jahr kommuniziert haben, dass der Weihnachtsmann leider keine Zeit hatte vorbeizukommen. Aber vielleicht nächstes Jahr.

Für alle anderen gilt: Krisenkommunikation ist angesagt. Hier sind die Regeln:

  • Schnelligkeit (aktiv und frühzeitig
  • Wahrhaftigkeit (sachlich, transparent und wahr)
  • Verständlichkeit (kurz, einfach, unkompliziert, bildhaft)
  • Konsistenz (einheitlich, koordiniert und kontinuierlich)

Tipp 1: Warten Sie nicht, bis Ihr Kind es von jemand anderem erfährt. Machen Sie frühzeitig eine entsprechende Ansage.
Tipp 2: Lassen Sie sich die Botschaft durch den Weihnachtsmann bestätigen, indem Sie Ihr Kind  animieren, einen Brief an den Weihnachtsmann zu schreiben. Dieser enthält neben der Wunschliste auch die Frage, warum er nicht persönlich kommen kann.
Tipp 3: Beantworten Sie den Brief mit Sorgfalt und Anteilnahme. Wir haben entschieden, unserer Tochter folgendes zu sagen: Weil in diesem Jahr kranke Kinder ein Extrageschenk erhalten, um wieder gesund zu werden, hat der Weihnachtsmann weniger Zeit als sonst. Er schaut nur ganz kurz vorbei, legt die Geschenke unter den Baum und muss sofort weiter, um alles zu schaffen.
Tipp 4: Stellen Sie sicher, dass alle eingeweiht sind und die Baseline der Story kennen. Die größten Gefahrenpunkte sind Großeltern. Sie tendieren schon im Normalfall zu unbedachten Äußerungen. Daher fordern Sie von Ihren Eltern ein, dass die Geschichte nicht durch eigene Inhalte „erweitert“ wird.

Wenn Sie diese Tipps beherzigen, überstehen Sie dieses Weihnachten schadenfrei, zumindest aus Kommunikationssicht. HoHoHo. 🎅

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