{"id":4091,"date":"2017-10-30T12:26:47","date_gmt":"2017-10-30T10:26:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.denkbar-pr.de\/?p=4091"},"modified":"2019-11-13T09:04:38","modified_gmt":"2019-11-13T08:04:38","slug":"heute-schon-in-den-piccadilly-geschaut","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.denkbar-pr.de\/en\/heute-schon-in-den-piccadilly-geschaut\/","title":{"rendered":"Heute schon in den Piccadilly geschaut?"},"content":{"rendered":"
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Im Jahr flanieren etwa 8,8 Millionen Einwohner und 17,3 Millionen Besucher durch London. Der trubelige Piccadilly Circus, zu Kolonialzeiten noch als Mittelpunkt der Welt bekannt, ist seit Oktober auch Mittelpunkt des modernen Targetings. Jetzt erkennen Kameras Geschlechter, Alter und Emotionen von Millionen Passanten sowie Marke und Farbe der vorbeifahrenden Autos. Zwecks dieser Kameras sollen Zielgruppen erfasst und f\u00fcr sie passende Werbung auf den gro\u00dfen Bildschirmen geschaltet werden. Zukunftsmusik? Von wegen: Marken wie Coca-Cola, Samsung und L\u2019Oreal sind bereits Teil des Projektes von Landsec<\/a>. Den Investoren geht es nat\u00fcrlich nicht um das Sammeln und Speichern personenbezogener Daten, nein, das Projekt existiert aus Spa\u00df an der Freude.<\/p>\n Fast jede erdenkliche Marke<\/a> tritt am Circus auf. Jetzt zeigt sich dieser Spa\u00df erst richtig: Vor allem f\u00fcr die junge Frau, die am Sonntagmorgen nach langer Party-Nacht verkatert mit verschmiertem Make-up und zerzauster Frisur den Heimweg \u00fcber den Piccadilly Circus antritt. Sie ger\u00e4t ins Visier der Kameras und bekommt von L\u2019Oreal direkt den Hinweis, dass sie die neue Feuchtigkeitscreme f\u00fcr einen strahlenden Teint ausprobieren sollte. Ein \u201eDu siehst echt zerst\u00f6rt aus\u201c auf 780 Quadratmetern leuchtender Werbefl\u00e4che. Walk of Shame 4.0. [Amelie Szameit]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":" Im Jahr flanieren etwa 8,8 Millionen Einwohner und 17,3 Millionen Besucher durch London. Der trubelige Piccadilly Circus, zu Kolonialzeiten noch als Mittelpunkt der Welt bekannt, ist seit Oktober auch Mittelpunkt des modernen Targetings. Jetzt erkennen Kameras Geschlechter, Alter und Emotionen von Millionen Passanten sowie Marke und Farbe der vorbeifahrenden Autos. Zwecks dieser Kameras sollen Zielgruppen … Read more<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":6194,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_themeisle_gutenberg_block_has_review":false},"categories":[11],"tags":[73,74,75,76,77,78,79],"yoast_head":"\nEin paar Schritte in Richtung Zukunft gedacht<\/h2>\n
\nIn unmittelbarer N\u00e4he zu den Werbetafeln ist W-LAN frei zug\u00e4nglich. Cool, sie loggt sich ein und sieht ihre letzte Bestellung: Sextoys. Pl\u00f6tzlich entwickelt sich aus ihrer passwortgesch\u00fctzten Bestellung auf dem Smartphone ein Leuchtspektakel von Sextoys und Gleitgel; sichtbar f\u00fcr s\u00e4mtliche Besucher im Herzen Londons. Warum? Sie ist nicht die einzige, die eingeloggt ist und deren Interesse sich um jene Objekte dreht, die nun farbenfroh vom LED-Werbescreen den Piccadilly Circus beleuchten. Ein \u201eAndere Kunden kauften auch\u2026\u201c-Pop-Up vom Sexshop ihres Vertrauens erscheint auf dem Bildschirm ihres Smartphones.
\nEinem nackten Mann \u2013\u00a0 in diesem Fall einer Frau \u2013\u00a0 kann man nicht in die Tasche greifen? Nicht, dass sie eh schon im Regen steht: die Kameras registrieren sofort, dass sie aussieht wie ein begossener Pudel \u2013 und empfehlen ihr postwenden 3-Wetter-Tafft im Gro\u00dfformat. Der Marke Schwarzkopf folgt sie sowieso schon bei Instagram<\/a>. Und weil Madame so ungl\u00fccklich aus der W\u00e4sche guckt, erscheint direkt neben dem Slogan ein riesiges Einhorn-Emoji. Das macht ja bekanntlich alles besser. Der Zauber nimmt damit aber kein Ende und ein Regenbogen ist auch nicht in Sicht.<\/p>\n